The Beet Fields - Memoires of a Sixteenth Summer

 

Es ist der Sommer, als er 16 wird, als "the boy" von zuhause ausreißt. Fort von seinen ständig betrunkenen Eltern, fort von seiner Mutter, die sich ihm im Bett nähert. Er stößt zu einer Truppe mexikanischer Wanderarbeiter, lernt Geld durch die Arbeit seiner Hände zu verdienen und fühlt sich fast wie ein reicher Mann. Doch er verliert all das Gesparte, als er einem korrupten Hilfssheriff in die Arme läuft. Auf der Flucht vor ihm erlebt er als Anhalter mit, wie ein Vogel, der in die Windschutzscheibe fliegt, einen Mann von einem Moment aus dem Leben reißt. Auf einem Rummel verliert er seine Unschuld mit einer Stripteasetänzerin. Schließlich tritt er der Armee bei ...

 

Wie schon in einer Reihe von Büchern zuvor, erinnert sich Gary Paulsen auch hier an die Zeit seiner Kindheit und Jugend. Sein "boy" ist ständig in Bewegung und hält es an keinem Ort lange aus. Fast scheint es, als würde er, der ewige Außenseiter, immer dann weglaufen (oder dazu durch äußere Umstände gezwungen werden), wenn er es gerade geschafft hätte, akzeptiert und von anderen Menschen angenommen zu werden. Das Buch besteht aus einer Abfolge von Brüchen im Leben des Jungen und jeder Bruch bringt ihn einen Schritt zu sich selbst, der Selbsterkenntnis näher. Es ist Paulsens Art, mit seiner ruhigen, direkten, glasklaren Sprache solch hochdramatische Ereignisse fast beiläufig, "wie nebenbei", zu erzählen. So entsteht diese enzigartige meditative Stimmung, aus der dann mitunter die Emotionen brechen, die den Jungen antreiben und nicht zur Ruhe kommen lassen: Hunger und Erschöpfung, Angst und Abscheu, Sehnsucht und Leidenschaft. Es ist ein beinharter Weg über eine Reihe von Initiationsprozessen hin zum Erwachsenwerden, den "boy" da beschreitet. Aber er bleibt nicht auf der Stelle stehen. Als wüsste er instinktiv, dass es irgendwo etwas geben muss, das es wert ist, darauf zuzugehen. (Peter Schnaubelt)