1919 - Das Jahr der Frauen

1919 war das Jahr der Frauen: Nachdem der Erste Weltkrieg vor allem unzähligen Männern das Leben gekostet hatte, erkannten die Frauen ihre Chance, sich stärker als zuvor ins gesellschaftliche Leben einzubringen, sei es in der Politik, in der Kunst oder in der Wissenschaft. Wie das beispielsweise Marie Curie oder Coco Chanel getan haben, davon erzählt Unda Hörner in ihrem Buch 1919 - Das Jahr der Frauen.
1919 hat eine Zeitenwende für Frauen bedeutet: Am 19. Jänner treten Frauen nicht nur das erste Mal in Deutschland an die Wahlurnen, im Februar spricht zudem eine Frau das erste Mal im Parlament. Die Sozialreformerin Marie Juchacz, die diese Rede gehalten hat, ist eine der 37 ersten Parlamentarierinnen in der Weimarer Nationalversammlung. Sie gründete außerdem die Arbeiterwohlfahrt, die bis heute einer der wichtigsten Wohlfahrtsvereine in Deutschland ist.
Ein zweites Beispiel: Marie Curie erhielt als erste Frau einen Nobelpreis erhalten, es waren sogar zwei (Physik und Chemie). Coco Chanel, um ein drittes Beispiel zu nennen, brachte den ersten Duft heraus, der jemals unter dem Namen seiner Schöpferin veröffentlicht wurde (Chanel No. 5) und ihr Lux
uslabel gehört auch heute noch zu den einflussreichsten Firmen in der Mode- und Kosmetikbranche. Schließlich wurde die Mitgründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands, Rosa Luxemburg, ermordet.
Mir persönlich hat das Buch gefallen, weil Unda Hörner einen guten Überblick über die wichtigsten Ereignisse gegeben hat, und bis auf ein paar wenige Stellen ist es auch relativ einfach zu lesen.
(Lena Braunsteiner, 7a)