Mag's im Himmel sein ...

Mit dem Buch Mag´s im Himmel sein, mag´s beim Teufel sein hat die Autorin Evelyn Steinthaler etwas angesprochen, das bisher eher im Hintergrund stand. Denn wie verhielt es sich in der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs eigentlich mit Kultur und Liebe?

Dazu führt die Autorin verschiedene Beispiele an. Von bekannten Persönlichkeiten, die auswanderten, um Karriere zu machen, von welchen, die blieben und sich mit der Lage arrangierten, aber auch von welchen, die nicht davor zurückschreckten, sich für Propaganda zu verkaufen. Außerdem beschreibt sie die verschiedensten Beziehungskonstellationen von Prominenten, die es zu dieser Zeit gab. In einzelnen Kapiteln geht sie genauer auf das Leben und den Lebensverlauf von den Paaren Hans Albers und Hansi Burg, Joachim Gottschalk und Meta Wolff, Kurt Weill und Lotte Lenya und Heinz Rühmann, Maria Bernheim und Hertha Feiler ein.

Das Buch lässt die Leserin und den Leser den Einfluss, den der Nationalsozialismus und die NS-Herrschaft auf das persönliche Leben der einzelnen Person, auf die Kultur und auf die Liebe hatte, ausgezeichnet nachvollziehen. Was ich als besonders interessant empfunden habe, war, wie Filme und auch einzelne Schauspielerinnen und Schauspieler als Propagandamittel verwendet wurden. Immerhin gab es trotz der politischen Lage sogar einige ausländische Künstler, die nach Deutschland kamen, um in Filmen mitzuspielen – vermutlich ein lukratives Geschäft. Steinthalers Schreibstil ist nicht immer sachlich, was aber nicht weiter stört, da sich das Buch durch die ausschmückenden Geschichten und Beschreibungen sehr angenehm liest. (Hannah Schmid, 7a)