Rechts um! Wie Europa abgewählt wird

Der Rechtsruck in der Politik - ein aktuelleres Thema denn je. Das Buch Rechts Um! Wie Europa abgewählt wird von ORF-Redakteur und Auslandskorrespondent Roland Adrowitzer handelt von der politischen Veränderung in einigen Ländern. Beispiele für solche  Länder sind Polen, Frankreich, Italien und Ungarn.

Intensiv beschäftigt sich Adrowitzer auch mit der Situation in Deutschland. Die Afd, die Alternative für Deutschland, ist dort die rechte Partei. Bisher waren rechte Parteien in Deutschland oft ein lokales oder temporäres Phänomen. Die Afd gibt es zwar noch nicht lange, sie hat aber schon beträchtliche Erfolge. Besonders stark wird in diesem Buch der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland herausgearbeitet, denn im ostdeutschen Sachsen-Anhalt ist die Afd nun die stärkste politische Kraft. Diese politische Einstellung vieler Menschen lässt sich auf die Zeiten der Trennung zwischen BRD und DDR und dem Gefühl zurückführen, noch nicht ganz im Wohlstand des Westens angekommen zu sein.

Adrowitzer analysiert auch rechtspopulistische Sprachmitteln. Die Afd schüre bei der Bevölkerung Angst und vermittle den Eindruck, sie müsse sie beschützen. Ein Beispiel dafür ist die sogenannte Flüchtlingskrise im Sommer 2015. Deutschland war mit diesem Zustrom von über einer Million Flüchtlingen sichtlich überfordert. Die Rechtspopulisten und die Rechtsextremen profitierten von dieser Angst und schürten sie deshalb noch mehr. Provokante Aussagen, die später gar nicht so gemeint gewesen sein sollten, sind auch ein gern verwendetes rechtspopulistisches Mittel. Mit den Erfolgen der Afd wuchsen auch die Spannungen innerhalb der Partei. Es artikulierte und positionierte sich immer mehr das rechte Lager. Am Parteitag im Juli 2015 setzte sich Frauke Petry durch – womit es zu einem klaren Rechtsruck kam.

Zum Schluss kommen wir nun noch zu meiner Meinung zu diesem Buch. Bei mir ist das Thema Rechtsruck auf sehr großes Interesse gestoßen, denn ich bin ja seit Kurzem selbst wahlberechtigt. Dazu kommt, dass mir dieses Werk sehr gut gefallen hat und ich mich gut informiert fühle. Besonders gut hat mir die informative und meist sachliche Sprache des Autors gefallen, wobei ganz klar ist, dass er negativ zum Rechtsruck steht. Im Allgemeinen finde ich, dass der Rechtsruck ein Thema ist, das nicht verharmlost werden darf. Es sollte jedem Wähler bewusst sein, was es bedeutet, eine derartige Partei zu wählen. Da diese Parteien der EU meist sehr krtitisch gegenüberstehen, ist - der Untertitel des Buches streicht diesen Aspekt ja bereits heraus - auch der gesamteuropäische Kontext zu reflektieren. (Vera Sagmüller, 7a)