Vorschau auf das Lesefest 2019/20

Ötzi, der gruselige Harald und eine Aufarbeitung der NS-Vergangenheit unseres Landes - die Planung des Lesefestes im kommenden Schuljahr ist fixiert.

 

Für das nächste Lesefest konnte ich wieder drei tolle Autorinnen gewinnen. Der Großteil der Lesungen wird in der Woche nach den Semesterferien, genau am Dienstag, 11. Februar 2020, stattfinden.

Die Kremser Kinderbuchautorin Sonja Kaiblinger hat sich in den letzten Jahren mit ihrer Scary Harry-Reihe in die Herzen vieler Leseratten geschrieben. Die Geschichten sind lustig und flott erzählt und, dem Titel gemäß, auch ein bisschen gruselig. Sonja Kaiblinger wird vier Lesestunden mit den 1. und 2. Klassen gestalten.

Am gleichen Tag wird die Journalistin und Schriftstellerin Hanna Sukare, geboren in Freiburg im Breisgau, eine Doppelstunde mit den 7. und 8. Klassen verbringen. Als "Erinnerung, die gegen das Vergessen kämpft" werden ihre Romane zuweilen bezeichnet. Im Konkreten geht es um die NS-Zeit und deren (oft nicht vollzogene) Aufarbeitung. Als Setting dient ein Ort names Stumpf: Wehrmachtsdeserteure, die als "gefährliche Landplage" bezeichnet werden, ein SS-Mann, der in der Chronik des Ortes zum Retter gekürt wird - Sukares Roman Schwedenreiter, geschrieben in einem schnörkellosem Stil, wird hoffentlich den Anstoß für eine tiefgehende Diskussion mit den Klassen bieten.

Die Auftritte der Südtiroler Historikerin und Autorin Gudrun Sulzenbacher sind so heiß begehrt, dass es nur um drei Ecken (eine davon liegt in Peru) gelungen ist, an sie heranzukommen. Doch schließlich hatte ich Erfolg. Sie wird im Rahmen ihrer Lesereise im Frühjahr 2020 (der genaue Termin steht noch nicht fest) den 3. und 4. Klassen (und, sollte es organisatorisch möglich sein, auch den 5. und 6. Klassen) die Geschichte und den aktuellen Stand der Forschung rund um Die Gletschermumie Ötzi, den "Mann aus dem Eis", näherbringen.

(Peter Schnaubelt)